StipendiatInnen – Bereich Ingenieurwissenschaften

Unsere StipendiatInnen des Bereichs Ingenieurwissenschaften:


Bettina Wessel

„Wenn ich im Lotto gewinnen würde, würde ich mit meiner Familie verreisen.“

Bettina Wessel (22) studiert im 8. Semester Verfahrenstechnik mit dem Schwerpunkt Lebensmitteltechnik an der TU Dresden. Parallel zum Studium meistert sie den abwechslungsreichen Alltag mit ihrem 1,5-jährigen Sohn. Seit 2012 wird sie mit dem Deutschlandstipendium unterstützt und wird seit kurzem von der TÜV Süd AG gefördert.

Wie bist Du von Berlin nach Dresden gekommen?

Freunde von mir studierten schon in Dresden, als ich noch in Berlin zur Schule ging. Dadurch war ich schon immer mal in Dresden zu Besuch und habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Die Alte Mensa ist natürlich auch ein guter Grund.

Warum hast Du Dich für die Lebensmitteltechnik entschieden?

In meinem Betriebspraktikum in der 10. Klasse war ich an der TU Berlin am Institut für Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelchemie. Es hat mir gefallen, dass es so ein interdisziplinärer Bereich ist und viele Facetten bietet. In der Lebensmitteltechnik schätze ich das Spektrum an Chemie, Physik, Biologie und Technik. Es wird nie langweilig!

Wie sieht ein typischer Tag in Eurer kleinen Familie aus?

Ein typischer Tag fängt mit dem gemeinsamen Frühstück an. Dann wird der Kleine von Mama oder Papa mit dem Rad in die Krippe gebracht und nach der Arbeit bzw. den Vorlesungen wieder abgeholt. Nachmittags geht’s dann bei gutem Wetter noch mal auf den Spielplatz, bevor es ins Bett geht.

Lässt sich Studium und Familie gut verbinden?

Schwierige Momente gibt es immer mal, z.B. wenn die ganze Familie wieder mit Magen-Darm flach liegt. Trotzdem würde ich es immer wieder so machen und würde auch alle Studenten ermuntern, während des Studiums Kinder zu bekommen! Es ist wunderbar, so flexibel zu sein und verhältnismäßig viel Zeit für seine Kinder zu haben. Wenn’s mal schwierig wird, kann ich nur das Campusbüro empfehlen, die uns stets mit gutem Rat beiseite stehen.

Was bedeutet das Deutschlandstipendium für Dich?

Durch das Stipendium bin ich viel flexibler und nicht darauf angewiesen, neben dem Studium noch arbeiten zu müssen. Ich sehe bei einigen Kommilitonen, wie stressig das ist, und wie auch das Studium darunter leiden kann. Für diese Freiheit bin ich sehr dankbar.

Nicht nur die finanzielle Unterstützung schätze ich am Stipendium, sondern v.a. den Kontakt zu den Förderern. Evonik hat ihre StipendiatInnen vor ein paar Jahren zu sich eingeladen, und das Wochenende war eine tolle Erfahrung!

Wo siehst Du Dich in 10 Jahren?

Ich könnte mir vorstellen, nach dem Studium noch weiter an der Uni zu arbeiten oder irgendwo in die Forschung zu gehen. Ich bin nicht der Typ, der alles haargenau plant. Mal sehen, ich lasse es einfach auf mich zukommen!

Was unternimmst Du in Deiner Freizeit?

Ich bin Mitglied im Unichor, gesungen habe ich schon immer gern und viel. Die Proben bieten einen schönen Ausgleich zum Studium. Außerdem lernt man ganz viele nette Leute kennen! Neben dem Singen im Chor und kleiner Vokalensembles, was ich schon seit klein auf mache, gehe ich gerne klettern.

Diese Leidenschaft ist erst mit meinem Umzug nach Dresden entstanden. Freunde haben mich mit ins Elbsandsteingebirge genommen und ich war sofort verliebt. Außerdem kamen Kindheitserinnerungen hoch, da wir hier früher oft zum Wandern im Urlaub waren. Beim Klettern kann man komplett abschalten, nichts anderes ist in dem Moment wichtig. Besonders das Gipfelerlebnis in der sächsischen Schweiz ist einzigartig! Mein Freund und ich haben dann letzten Sommer über das USZ einen Kletterkurs für Familien angeboten, da es so was bisher noch nicht gab.

Portrait: SoSe 2017


Michael Keschka

„Zum Rudern bin ich über meine Familie gekommen, da fast alle Mitglied im Verein sind.“

Michael Keschka (28) studiert Verfahrenstechnik im 11. Semester mit dem Schwerpunkt Lebensmitteltechnik an der TU Dresden. Seit 5 Jahren wird er von der Robert Bosch GmbH Verpackungstechnik mit dem Deutschlandstipendium gefördert.

Bist Du nach der Schule direkt mit Deinem Studium durchgestartet?

Nein. Schon während meiner Abitur-Zeit habe ich neben der Schule bereits 5-9 mal pro Woche fürs Rudern trainiert – vorwiegend Rudern auf der Elbe. Als nationaler Kader erhielt ich nach dem Abitur die Möglichkeit in die Sportfördergruppe der Bundeswehr einzutreten und mich ganz auf den Sport zu konzentrieren. Nach zwei relativ erfolgreichen Jahren (Bronze & Silber bei der U23 WM) verlor ich den Rückhalt von Verband und Trainer. Ich entschied mich daher gegen das von kompromissloser Spezialisierung und selbstverständlicher Entbehrung geprägte Sportlerdasein, um einen Strich zu ziehen und etwas Neues zu beginnen, von dem man später auch noch leben kann. Und ich hoffe, dass das mit dem Diplom an der TU auch gut funktionieren wird.

Warum hast Du Dich für die Lebensmitteltechnik entschieden?

Nachdem ich Englisch und Maschinenbau als Leistungsfächer im Abi absolviert hatte, war die technische Richtung für mich schon irgendwie klar. Der Studiengang Maschinenbau hat mich aber aufgrund der hohen jährlichen Zahl an Studienanfängern und der damit verbundenen gefühlten Anonymisierung abgeschreckt. Verfahrenstechnik ähnelte Maschinenbau stark, hatte interessantere Vertiefungsrichtungen im Hauptstudium und zudem deutlich weniger und etwas kleinere Seminargruppen.

Was würdest Du im Studium ändern, wenn Du nochmal die Wahl hättest?

Mittlerweile bin ich froh, dass alles so passiert ist, wie es passiert ist. Ich habe jedoch nicht das Gefühl, ein „typisches“ Studentenleben geführt zu haben. Vielleicht würde ich gerade am Anfang des Studiums ein paar Prioritäten anders setzen und u.a. statt des häufigen Rudertrainings mehr Zeit für Freunde und nachhaltigere Prüfungsvorbereitung investieren.

Engagierst Du Dich neben dem Studium?

In den ersten 6 Semestern habe ich mich im FSR Maschinenwesen engagiert, u.a. als stellvertretender Finanzer und studentisches Mitglied im Prüfungsausschuss der Fakultät. Mir hat daran gefallen, einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können, Verantwortung zu übernehmen und für die Studierenden stets direkter Ansprechpartner zu sein. Mit meinem Fachpraktikum im 7. Semester außerhalb von Dresden habe ich meine Posten an die nächste Generation weitergegeben.

Außerdem engagiere ich mich als Wettkampfrichter für den Rudersport. Nach meiner aktiven Zeit wollte ich nah an diesem Sport dran bleiben und etwas Positives zum Gelingen beitragen. Nach einem Jahr Erfahrung sammeln als Assistent auf verschiedenen Regatten habe ich die nationale Lizenz erfolgreich absolviert und fahre seit dem an ca. 6-10 Wochenenden im Jahr zu verschiedenen großen und kleinen Ruder-Regatten in Deutschland.

Was schätzt Du am Deutschlandstipendium?

Meine erste Bewerbung wurde abgelehnt. Als ich ein Jahr später nach meiner erneuten Bewerbung die Aufnahme in den Händen hielt, war das wie ein Ritterschlag für mich. Endlich sagte mal jemand höchst offiziell: „Danke für dein Engagement!“ Nicht, dass ich das gebraucht hätte, aber es war schon eine Form von Bestätigung und zeigte, dass mein Engagement nicht so verkehrt sein konnte. Es ermöglicht mir zudem, dass ich weitgehend auf Nebenjobs verzichten kann.

Am Deutschlandstipendium schätze ich am meisten den Ruf. Man wird (zumindest gefühlt) einfach anders, ernster wahrgenommen. Außerdem wird einem großer Spielraum zur Verwirklichung von Ideen in einer AG geboten. Die verschiedenen AG’s selbst arbeiten unermüdlich und bieten kontinuierlich Workshops und Exkursionen an und auch die Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle bei Problemen ist großartig!

Wie verläuft der Kontakt zu Deinem Förderer?

Es gibt Phasen, in denen man mal mehr und mal weniger Kontakt hat. Er verläuft aber stets sehr offen und wertschätzend. Seitdem ich gefördert werde, habe ich schon zwei Exkursionen zu den Werken von Bosch in Stuttgart und Weert (Niederlanden) mitmachen dürfen. Flug, Transfer, Unterkunft und Verpflegung wurde alles für uns organisiert und übernommen – das hat mich positiv überrascht und sehr gefallen. Zudem ist zurzeit eine dritte Exkursion in Planung.

Sehr gefallen hat mir auch ein Bewerbungsfoto-Shooting in Dresden, bei dem wir Bosch-Stipendiaten uns in einem Café zum Smalltalk und Update mit unserem Stipendiengeber getroffen haben. Parallel ist immer einer von uns bei einem von Bosch organisierten professionellen Fotografen im Studio gewesen und hat sich ablichten lassen. Die Ergebnisse haben wir später zugeschickt bekommen und durften diese frei verwenden.

Warst Du schon mal außerhalb Europas unterwegs?

Meine bisher größte Reise war sicherlich 2015 für fast einen Monat nach China. Mein Zwillingsbruder hat seine chinesische Freundin in Shanghai geheiratet. Bei dieser Gelegenheit bin ich zusammen mit meiner Freundin 3 Wochen auf eigene Faust mit Rucksack durch China gereist. Die Menschen, das Land, die Kultur – das war schon alles sehr beeindruckend. Am meisten gefallen hat mir ehrlich gesagt, dass die Menschen in China ein sehr gute Meinung über uns Deutsche haben und uns gegenüber extrem hilfsbereit waren. Das hat uns mehrfach Türen geöffnet und uns ab und zu auch gerettet.

Und wie geht es nach Deinem Studium weiter?

Ich würde mir gerne etwas Auszeit nehmen und zusammen mit meiner Freundin durch Spanien wandern. Beruflich halte ich Ausschau nach einem Trainee-Programm im Bereich Technical Management oder Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie.

Portrait: SoSe 2017


Erik Angermann

Stipendiatenportrait_Erik Angermann„Als Kind wollte ich immer Meeresbiologe werden.“ Heute studiert Erik Angermann (26) als zweifacher Vater Verfahrens- und Naturstofftechnik mit der Vertiefung Bioverfahrenstechnik im 9. Semester an der TU Dresden. Seit 2 Jahren wird er von der EVONIK Stiftung mit dem Deutschlandstipendium unterstützt.

Was ist aus Deinem ehemaligen Kindheitswunsch „Meeresbiologe“ geworden?

Früher haben mich die urzeitlichen Quastenflosser der Tiefsee fasziniert. Auf dem Gymnasium habe ich dann als zusätzliche Fremdsprache Französisch gewählt, da es viele bekannte französische Meeresbiologen gibt. Leider hörte ich dann im Meeresaquarium, dass es außerordentlich schwierig ist Drittmittel für Tiefsee-Expeditionen zu generieren. So verwarf ich den Meeresbiologen-Plan, ging nach der Schule zunächst 2 Jahre zur Bundeswehr und startete nach einem verfahrenstechnischen Praktikum in einer großen Schreinerei mein Studium an der TU Dresden.

Warum hast Du Dich für die TU Dresden entschieden?

Aus 3 Hauptgründen hat es mich aus Unterfranken nach Sachsen gezogen: die angebotenen Diplomstudiengänge, der Exzellenzstatus und der gute Ruf der Bioverfahrenstechnik. Natürlich bietet Dresden neben den niedrigen Lebenshaltungskosten auch viel Kultur und Freizeitmöglichkeiten.

Was fasziniert Dich an der Vertiefung „Bioverfahrenstechnik“?

Mir gefällt die spannende Arbeit im Grenzgebiet zwischen klassischem Maschinenbau und moderner Biotechnologie.

Was bedeutet für Dich das Deutschlandstipendium?

Um mein Studium und meine Familie zu finanzieren, arbeite ich „fachfremd“ als studentische Hilfskraft am Leibniz IFW Dresden im Bereich Oberflächen-Akustik. Zusätzlich helfe ich aufgrund meiner „Fischverrücktheit“ gelegentlich in einer Teichwirtschaft beim Abfischen und Biomonitoring aus. Daher entlastet das Deutschlandstipendium meine Familie finanziell und ich kann mein Studium gründlicher sowie schneller absolvieren. Natürlich schätze ich aber auch am Deutschlandstipendium den Kontakt zu Kommilitonen aus anderen Fachrichtungen und potentiellen Arbeitgebern.

Wie sieht ein typischer Tag in Deiner Familie aus?

Der Tag mit unseren beiden Kindern (0 Jahre, 6 Jahre) beginnt meist um 6.00 Uhr und endet um 21.30 Uhr. Dazwischen heißt es: Schule, Hausaufgaben, Einkaufen, Arbeiten, Windeln wechseln und gleichzeitig für das eigene Studium lernen.

Bist Du manchmal mit der Situation „Familie & Studium“ überfordert?

Ein Studium mit Kindern ist absolut machbar. Logischerweise erfordert die Situation Mehrarbeit, gegenseitige Unterstützung und Nachtschichten. Das sollte jedem neben der neuen Zusatzverantwortung bewusst sein. Die Situation schweißt aber auch zusammen, setzt ungeahnte Energien frei und trainiert Stressresistenz, Weitblick und Koordinationsvermögen.

Was machst Du neben dem Windeln wechseln in deiner Freizeit?

Seit 24 Jahren gehe ich zum geistigen Ausgleich Karpfenangeln und seit 9 Jahren mache ich zum körperlichen Ausgleich Kraftsport. Nebenbei engagiere ich mich in Jugendgruppen bei Angelvereinen und der Feuerwehr. Als Jugendlicher habe ich immer einen Ansprechpartner in den Gruppen vorgefunden und das möchte ich der nächsten Generation ebenfalls geben. Bis zum Hauptstudium war ich sogar aktiver Truppmann bei der Feuerwehr. Dennoch vereint die Familie den körperlichen und geistigen Ausgleich bei gemeinsamen Ausflügen immer noch am besten.

Was machst Du nach Deinem Studium?

Ich möchte zukunftsweisende Verfahren im Bereich Biotechnologie entwickeln, um die akuten Probleme der Neuzeit (Energieversorgung, nachhaltige Rohstoffnutzung, Treibhaus-Problematik etc.) zu lösen.

Was möchtest Du mit 90 Jahren erreicht haben?

Mit 90 Jahren möchte ich noch lange mit meiner wunderbaren Frau und den Kindern (und Enkeln) sommerliche Wasserbomben-Schlachten im Garten machen und angeln gehen. Im Hinblick auf die zurückliegende Karriere möchte ich dann einen sinnvollen biotechnologischen Betrag geleistet haben und auch meinen Kindern diese Werte vermittelt haben.

Portrait: SoSe 2017


Nils Thom

Nils Thom (20) studiert im 5. Semester Verkehrsingenieurwesen an der TU Dresden. Mit Wahl des Schwerpunktes Bahnsicherung und –telematik ging für ihn ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „Schon seit meiner Kindheit fasziniert mich die Eisenbahn. Insbesondere die Sicherungs- und Leittechnik ist für mich das spannendste Feld im System, da dort alle Komponenten zusammenkommen: Vom Wirken des Fahrzeuges über Eigenschaften des Oberbaus bis hin zur Bahnbetriebsführung muss man als angehender Ingenieur alles im Blick haben.“

Erste Erfahrungen

Das breit aufgestellte Angebot der Fakultät für Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ ermöglicht ihm dabei eine umfangreiche und praxisnahe Ausbildung. Bereits während eines Schülerpraktikums im Eisenbahnbetriebslabor seiner Fakultät, stand für ihn der Weg zum Verkehrsingenieur fest.

Während des Abiturs entschied er sich schließlich für die Einbringung einer Besonderen Lernleistung in Zusammenarbeit mit der Professur für Verkehrssicherungstechnik: „Dadurch war es mir bereits als Schüler möglich, eine wissenschaftliche Arbeit anzufertigen und gleichzeitig erste Kontakte zur Professur zu sammeln. Darüber hinaus habe ich im Rahmen dieser Arbeit ein Praktikum bei der Deutschen Bahn absolviert, sodass ich praktische Erkenntnisse mit in das Ergebnis einfließen ließ. “

Praktikum beim Förderer

Als Stipendiat wird er nun bereits im 3. Jahr von der SIGNON Deutschland GmbH gefördert: „Ich habe mich damals bewusst auf ein fachgebundenes Stipendium der Firma SIGNON beworben, weil ich dort meine langfristigen Interessen entdeckte. Neben einem persönlichen Kontakt zu meinem Förderer und Einladungen zu Firmenveranstaltungen, konnte ich in den vergangenen Semesterferien sogar ein Praktikum absolvieren. Dies war zum einen ein besonders guter Anlass, meinen Förderer besser kennenzulernen, und zum anderen sind die gesammelten Eindrücke und Erfahrungen sehr hilfreich für mein Studium.“

Neben seinem Studium sammelt er bereits seit dem ersten Semester berufliche Erfahrungen in seiner Branche: „Dies ist für mich die passende Ergänzung. So kann ich das Wissen aus dem Hörsaal gleich in der Praxis anwenden oder aber habe ich in den Vorlesungen einen kleinen Vorsprung.“

Perspektiven

Das Deutschlandstipendium bestärkt ihn, seine Interessen weiter zu vertiefen und später als Ingenieur im Bereich der Leit- und Sicherungstechnik tätig zu sein. Wohin es für ihn später genau hingeht, ist noch nicht ganz entschieden: „Neben der Planung von Leit- und Sicherungsanlagen finde ich auch die Entwicklung von sicherungstechnischen Komponenten oder die Erarbeitung von Regelwerken interessant.“ Die Firma SIGNON bietet ihm für all seine Interessen die passenden Perspektiven.

Bis er sich jedoch entschieden haben muss, hat er sich noch ein anderes Ziel gesetzt. So möchte er z.B. im 9. Semester ein Auslandspraktikum absolvieren: „Da der Bahnbetrieb doch sehr national geprägt ist, finde ich einen Einblick in andere Bahnverwaltungen sehr spannend.“

Auch für die Zeit unmittelbar nach seinem Studium hat er bereits einen Wunsch: „Sehr gerne würde ich in meiner Fachrichtung promovieren, um ein Gebiet wissenschaftlich zu erschließen, etwas Neues zu entwickeln und dadurch die Branche ein Stück weiterzubringen.“

Portrait: SoSe 2015


Lennert Heilmann

Portrait_HeilmannMein Name ist Lennert Heilmann, ich bin 25 Jahre alt und studiere seit 2009 an der Technischen Universität Dresden im Fach Maschinenbau / Leichtbau. Obwohl meine schulische Ausbildung eher künstlerisch-musikalisch geprägt war, haben einerseits mein Interesse an Technik und andererseits die guten Berufsaussichten zu dieser Studienwahl geführt. Dass ein guter Ingenieur auch durchaus Kreativität und Sinn für Ästhetik benötigt, ist mir erst während des Studiums bewusst geworden.

Für die TU Dresden habe ich mich aufgrund ihres guten Rufes, den finanziell günstigen Studienbedingungen vor Ort und der ausgesprochen schönen Stadt entschieden. Auch der Abschluss mit Diplom hat für mich einen besonderen Anreiz.

Eine Förderung durch das Deutschlandstipendium erhielt ich erstmals im Wintersemester 2012/13 und konnte damit mein Auslandsstudium in England teilfinanzieren. Da dieses eine besonders wichtige Rolle in meiner persönlichen und fachlichen Entwicklung spielt, bin ich über die Unterstützung in diesem Zeitraum außerordentlich dankbar. Ohne sie hätte es mir während dieser Zeit an Mitteln gefehlt und ich hätte die Möglichkeiten dieser einmaligen Gelegenheit nicht in vollem Maße ausschöpfen können.

Auch seit meiner Rückkehr nach Dresden stellt die finanzielle Unterstützung eine große Entlastung für mich dar. Sie hilft mir unter anderem bei der Bewältigung der Kosten für meine Zusatzausbildung zum Schweißfachingenieur. Auch schafft sie Freiräume, die ich anderweitig gewinnbringend nutzen kann. So engagiere ich mich in meiner Freizeit beispielsweise bei der ERASMUS-Initiative TU Dresden e.V. Gemeinsam mit Studierenden und Alumni der TU Dresden organisiere ich Veranstaltungen wie Sportwettbewerbe, Museumsbesuche, Wanderungen und Städtereisen für internationale Studenten. Durch mein Studium in England habe ich viel Erfahrung mit den Bedürfnissen der Auslandsstudenten und kann gezielt auf diese eingehen. Die Unterstützung beim Einstieg an unserer Universität und eine erlebnisreiche Gestaltung des Aufenthalts helfen den Studenten, ihre Zeit in Dresden optimal zu nutzen und in bester Erinnerung zu behalten. Nicht zuletzt hilft dies, die Bekanntheit und das Ansehen unserer Stadt und Universität auf internationaler Ebene zu steigern.

Insgesamt bietet mir das Deutschlandstipendium eine deutlich bessere Studien- und Lebensqualität und erhöht meine beruflichen Erfolgsaussichten. Dies hat letzten Endes auch einen positiven Einfluss auf mein Umfeld. Für die Förderung mit dem Deutschlandstipendium möchte ich mich daher hiermit ganz herzlich bei all meinen Unterstützern bedanken!

Portrait: WiSe 2014/15


 

Tobias Rühmer

Tobias Ruemer 1 Mein Name ist Tobias Rühmer. 2011 begann ich mein Maschinenbaustudium an der TU Dresden und werde seit 2012 durch das Deutschlandstipendium gefördert. Spezialisiert habe ich mich im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik auf Flugantriebe und Turbomaschinen. Im Folgenden möchte ich gern von meinen Tätigkeiten, Erfahrungen und Erlebnissen in dieser Zeit berichten.

Lehrer an der Caritas für Dresden e.V.

Nach meinem Abitur hatte ich auch in Erwägung gezogen Lehrer für Mathe und Physik zu werden, da es mir einfach Spaß macht anderen Menschen Sachverhalte zu erklären und zu versuchen vom Feuer des Interesses, welches in mir brennt, einen Funken überspringen zu lassen. Während des Studiums kam mir dann die Idee ein Ehrenamt bei der Caritas in Dresden aufzunehmen. Hier sind Nachhilfelehrer für junge Migranten händeringend gesucht und so traten Havar und Alina, zwei Schwestern aus Tschetschenien, in mein Leben und brachten mir ihre Kultur und ich ihnen im Gegenzug die Mathematik näher.

Tutor für Maschinenelemente an der TU Dresden

Auch jungen Studenten half ich bei ihrem Studium gern weiter, indem ich Seminare im Fach Maschinenelemente betreute. Nebenbei gab es aber auch Aufgaben bei denen ich den wissenschaftlichen Mitarbeitern am Institut Zuarbeit leistete. Dadurch bekam ich Einblick in Spannende Forschungsthemen und lernte nicht nur viel dazu, sondern auch sehr freundliche und vor allem kompetente Mitarbeiter kennen.

Über den Wolken

Tobias Ruemer 2Es war schon immer mein Traum: Wie ein Vogel über den Wolken! Die Welt von oben sehen und all seine Sorgen unten am Boden zu lassen. Doch bisweilen etwas schwer zu finanzieren. Kurz nach Erhalt des Deutschlandstipendiums war mir klar, dass dies eine einzigartige Chance für mich darstellt. Ich habe nicht lange gefackelt und wurde Mitglied im Aeroclub Pirna. Mittlerweile darf ich schon,  wenn auch unter Aufsicht eines Lehrers, ganz allein fliegen. Die Lizenz ist also nicht mehr fern. Doch diese Entscheidung hat mir noch viel mehr gebracht.  Auch wenn man viel Zeit investieren muss, denn so ein Verein hält sich selbst am Leben und daher gibt es viel an Arbeiten, die sich von Reparaturen und Wartungen der Flugzeuge, bis hin zum Dachdecken der Segelflughallen erstrecken können, ist es dennoch lohnenswert. Man kommt automatisch in den Kontakt mit netten Menschen, die viel Erfahrung und Wissen im Bereich der Luftfahrt mit sich führen und unter Umständen sogar direkt dort Tätig sind. Als Beispiele wären Piloten großer Airlines, Angestellte der Flugsicherung, Ingenieure und viele mehr zu nennen, mit denen man sich hier austauschen kann und Freundschaften knüpft.

Abschließend kann ich sagen:

Dies sind natürlich nicht alle Aspekte, aber sie spiegeln den größten Teil der Erfahrungen und Erlebnisse in dieser Zeit wieder. Ohne das Stipendium wäre ich nicht in der Lage gewesen, einerseits finanziell und andererseits, mit der nötigen Motivation all dies zu tun. Dafür bedanke ich mich sehr, vor allem bei meinem Förderer, der Robert Bosch GmbH Verpackungstechnik!

Portrait: WiSe 2014/15


Martin Schaarschmidt

Foto-Martin-SchaarschmidtMartin Schaarschmidt (19) studiert im zweiten Semester Elektrotechnik an der TU Dresden und wird mit einem Deutschlandstipendium von Partzsch Elektromotoren e.K. gefördert.

Martin entdeckte während eines Schülerpraktikums, dass ihn die Ingenieurswissenschaften und insbesondere die Elektrotechnik begeistern. Bereits vor dem Studium absolvierte Martin einen Sommerkurs an der TU Dresden, der ihn nochmals in seiner Entscheidung bestärkte.

Am Studium schätzt Martin vor allem die Möglichkeiten des Selbststudiums, der freien Zeiteinteilung und der Selbstbestimmtheit. Neben seinem Studium engagiert er sich im Fachschaftsrat der Fakultät Elektrotechnik. Zudem spielt Martin seit über 6 Jahren Handball. Des Weiteren erweitert Martin seine Sprachkenntnisse fortlaufend, derzeit zum Beispiel in Englisch und Russisch.

Martin ist in Döbeln aufgewachsen. Dresden hat ihn als Studienort vor allem aufgrund der Exzellenz-Initiative der TU Dresden und der guten Infrastruktur überzeugt. „An Dresden mag ich besonders den Kontrast zwischen Alt- und Neustadt, hier fühle ich mich zuhause!“

„Am Deutschlandstipendium schätze ich das Netzwerk aus verschiedenen Studenten! Als ich zufällig im Fernsehen vom Deutschlandstipendium erfuhr, war mein Interesse sofort geweckt und den Tag des Bewerbungsstarts habe ich sehnsüchtig erwartet!“, erinnert er sich. Martin arbeitete schon einmal in den Schulferien bei Partzsch Elektromotoren e.K., daher freute er sich besonders über die Förderung durch dieses Unternehmen.

Portrait: SoSe 2013


 

Emma Müller

Emma-MüllerEmma Müller (19) studiert im zweiten Semester Medieninformatik an der TU Dresden und wird mit einem Deutschlandstipendium der ThyssenKrupp AG gefördert.

Bereits in der Schulzeit war Emma klar, dass sie später etwas mit Mathematik und Informatik machen möchte. Da sie sich sehr für Webdesign und dreidimensionale Visualisierung interessiert, fiel ihr die Wahl des Studiengangs leicht.

In ihrer Freizeit interessiert sie sich für Wintersport, insbesondere Eislaufen. „Das hat mich schon in meiner Kindheit begeistert!“ Emma ist jedoch nicht nur im Winter aktiv. Als Rettungsschwimmerin beim DRK kümmert sie sich u. a. um die Absicherung der Strände zum Beispiel bei Festivals.

Ursprünglich kommt Emma aus der Nähe von Eisenhüttenstadt, doch Dresden faszinierte sie schon immer. „Besonders schön ist der Große Garten und die historische Altstadt!“

Emmas Traum ist es, ein Auslandssemester in Australien zu absolvieren und das Land zu bereisen. Zudem wäre es die ideale Gelegenheit ihre Englischkenntnisse weiter zu verbessern.

Über die Zusage für das Deutschlandstipendium hat sich Emma sehr gefreut. Besonders die finanzielle Unabhängigkeit und die Verbindung zu ihrem Förderer machen es für sie attraktiv.

Portrait: SoSe 2013